Jahresrückblog 2021 | Marion Ketteler | Kanzleiprofiling | #reflectandlearn

Jahresrückblog 2021 – #reflectandlearn



Diese Themen finden Sie in diesem Artikel:

Jahresrückblog 2021. Der zweite, der für dieses Jahr der erste ist. Vewirrend aber wahr.

Hier kommt er: mein epischer Jahresrückblick 2021.
Meinen ersten habe ich mit der Unterstützung der wunderbaren Judith Peters von Sympatexter geschrieben. Dieses Jahr habe ich auch wieder mitgemacht – aber auch ohne ihre Challenge wusste ist, dass ich wieder diesen Rückblick schreiben wollte.


Weil er nachgewirkt hat.

Weil er mich das ganze Jahr begleitet hat (siehe Jahresmotto – kleiner Spoiler).


Und weil er mich dazu zwingt, noch einmal auf das ganze vergangene Jahr zu schauen – Vergessenes wieder zu erinnern, meine Ziele zu überprüfen und meine Entwicklung sichtbar zu machen.
Zuletzt auch, weil ich hier auch öffentlich meine Erfolge feiern kann darf. Nicht, um damit anzugeben, sondern um ihnen Raum zu schenken und sie zu würdigen. Das gelingt mir im Alltag nicht immer so gut – wird aber immer besser (noch ein Spoiler: zwei Dinge haben mir dabei geholfen 😁. Ich verrate sie später).

Mein erster Jahresrückblog 2020 war ein echter Augenöffner für mich. Weil in der Rückschau vieles Unzusammenhängendes plötzlich einen Zusammenhang bekam. Wer Lust hat, sich meinen Beitrag aus dem Vorjahr anzuschauen, der lese: Mein 2020 -what a year!

Wer nicht alles lesen möchte: einfach im Inhaltsverzeichnis auf das Thema klicken, das interessiert und schon springt der Jahresrückblog an die gewünschte Stelle im Artikel.


Auf dem Bild sitzt eine Frau an einem kleinen runden Tisch, auf dem ein Laptop, ein Becher und eine Brille liegt. Sie hat in einer Hand ein Handy und in die andere Hand auf dem Laptop. Kanzleiprofiling Jahresrückblog 2021
Technik und ich nähern uns definitiv an

Technik und ich sind jetzt Bekannte

Im letzten Jahr habe ich noch geschrieben, dass Technik und ich keine “Freunde” sind – das stimmt auch dieses Jahr.
Wie sehr ärgere ich mich, wenn ich ein technisches Problem nicht gelöst bekomme und schon zig Varianten getestet habe. Wenn mein Mann dann ungelogen zwei Sekunden hinschaut , exakt dasselbe wie ich macht und dann – schwupps- Problem gelöst. Seine Standardantwort: “Technik und ich sind Freunde.”

Soweit bin ich noch lange nicht – aber ich habe in diesem Jahr meine Haltung zu Technik verändert. Mein Puls geht nicht sofort auf 180, wenn mal wieder etwas nicht so klappt wie gewohnt. Ich versuche ruhig zu bleiben und Dinge zu testen.

Technik ist nicht länger mein Feind


Ich stelle mir die Technik wie einen neuen Nachbarn vor: Man begegnet sich höflich und ist einander grundsätzlich wohlgesinnt (Ja, ist richtig. Auch, wenn es sich komisch liest. Es bleibt ein Adjektiv 😎). Ob aus der Nachbarschaft Freundschaft wird, weiß man ja nicht. So ist es mit der Technik und mir auch. Wir grüßen uns – immerhin.

Und weil ich nicht innerlich sofort auf Kampf schalte (und meinen Nachbarn über den Gartenzaun anbrülle), wenn mir ein technisches Problem begegnet, ist der Bekannte Technik auch netter geworden. Hin und wieder lässt er mich ein Problem selbstständig lösen (yeah), manchmal funktioniert es, wenn ich nach Lösungen google (immer noch yeah) und manchmal erziele ich Teilerfolge – die ich dann zwar oft nicht verstehe aber durchaus wertschätzen kann.

Ich habe fest vor, das Bekanntschaftsverhältnis zu meinem “Technik-Nachbarn” zu erhalten oder sogar zu verbessern – mal sehen, wie ich meine Einstellung weiter verändern kann.


Neues Jahr, neues Projekt

Ja, ich gebe es zu: ich langweile mich nicht gerne.
Und ich langweile mich schnell, wenn ich etwas machen muss, dass ich schon einmal gemacht habe.
Urlaub am selben Ort, einen Film zweimal oder öfter sehen, ein Buch mehrmals lesen🙄. Nein danke, das ist nichts für mich. Im Geheimen denke ich dann immer: Jetzt verschwende ich meine Lebenszeit – mit Inhalten, die ich schon kenne. Und: wieviel schöner wäre es jetzt, wenn ich etwas Neues erleben könnte.

Das macht es dann auch bei Spaziergängen in der näheren Umgebung nicht gerade leichter…

Dasselbe passiert mir auch beruflich:

Weil ich gerne Neues erlebe und sehr gerne lerne, hatte ich mir für 2021 etwas ganz Tolles ausgedacht:

Ein neues Thema und dazu dann auch noch ein neues Format!

Eine komplette Recruiting Strategie für Steuerberater.

So mit allem Drum und dran. Und weil das natürlich zu “einfach” war, wollte ich das online vermarkten. Damit ich Steuerberater aus der ganzen Republik erreichen kann. Damit sich alle eine Recruiting Strategie leisten können. Und im Live-Workshop-Format, damit ich jeden Kursteilnehmer auch individuell unterstützen kann. Nix da mit Selbstlernkursen – nö, mit meiner vollsten Präsenz und natürlich mit dem ganzen Paket: Workbooks, Checklisten, vorbereiteten Excel-Sheets, Vorlagen für alles mögliche, einer versteckten Seite mit allen Infos und den mitgeschnittenen Videos unserer Sitzungen. Und einem begleitenden E-Mail System, damit sich wirklich jeder zurecht findet.

Das Logo meines Onilinekurses Bewerbermagnet. Zu sehen ist ein Monitor mit meinem Logo und dem Spruch: Für Steuerberater, die selbst qualifizierte Bewerber finden möchten. Kanzleipfofiling Jahresrückblog 2021
Logo meines ersten großen Online Kurses

Immerhin habe ich mir Unterstützung geholt

Alles alleine zu machen, führt nicht zum Erfolg.


Da ich zwar keine Ahnung hatte, was da genau auf mich zukommen würde, ich aber ahnte, dass ich das keinesfalls alleine hinbekommen würde, holte ich mir Yvonne Homann als Beraterin ins Boot.


Das war ein Learning aus 2020: nicht immer alles alleine schaffen zu wollen und zu müssen. Sich selbst entlasten und sich Hilfe an den Stellen holen, die einem selbst schwerfallen. Das macht nicht nur mein Business besser und erfolgreicher, sondern letztlich auch mich, weil ich eben auch etwas abgeben kann und in der Zeit Dinge tue, die ich beherrsche oder zu beherrschen glaube 😉.

Der Kontakt kam über ein Netzwerk zustande – davon an anderer Stelle mehr!

Yvonne ist nicht nur versiert im Onlinebusiness – sie ist auch eine wunderbare und flexible Mitdenkerin und Entwicklerin neuer Ideen und Formate. Und sie ist auf jeden Fall auch befreundet mit der Technik…

Und weil weder sie noch ich halbe Sachen machen wollten, haben wir zunächst damit angefangen, meine Website zu überarbeiten: mit neuem Look and feel, wie es so schön heißt, aber auch mit vielen neuen Inhalten und einer Struktur, die meinen Besuchern mehr Orientierung ermöglicht.

Also vorweg viele viele Gedanken, Entscheidungen und ohne den Onlinekurs als Ziel sicherlich auch ein passendes Projekt, um meine Neugier zu stillen.

Der Kompass Arbeitgeberattraktivität entsteht

Kompass Arbeitegeberattraktivität. Zu sehen ist ein Tablet, auf dem der Kompass Arbeitgeberattraktivität durchläuft. Daneben ein roter Button: kostenloser Selbsttest + 80 Praxistipps. Kanzleiprofiling Jahresrückblog 2021
Das ist er: der Kompass Arbeitgeberattraktivität

Wir haben den Kompass Arbeitgeberattraktivität entwickelt – einen Fragebogen mit Auswertungstool für Führungskräfte, mit dem man auf einen Blick erkennen kann, wie attraktiv man als Arbeitgeber wirklich ist. Vorausgesetzt, man beantwortet die Fragen ehrlich und lügt sich nicht selbst in die Tasche 😁.
Dazu gibt es noch 80 Tipps zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität. Und das alles völlig kostenlos. Einfach E-Mail Adresse eingeben und man bekommt den Kompass ganz bequem in sein Postfach geliefert.

Das Ding auf die Beine zu stellen, war schon ein dickes Brett – aber eins, was richtig toll geworden ist und eine echte Hilfe für Unternehmer mit echtem Willen zur Veränderung (gilt auch für andere Branchen…).

Yvonne hatte übrigens auch die fabelhafte Idee, eine Rubrik “Kostenlos” auf meiner Website einzurichten. Dort finden sich nun alle Blogbeiträge, alle Veröffentlichungen, alle Podcasts, in denen ich zu Gast war und meine Leseprobe zum E-Book. Doch davon später mehr…

Dann kam der Onlinekurs…

…und neue Welten taten sich auf.
Hatte ich im letzten Jahr noch alleine ein Webinar hinbekommen, nahm das hier Ausmaße an, die ich mir vorweg gar nicht vorstellen konnte – geschweige denn planen.

Ein Onlinebusiness aufzubauen ist wie der Aufbau eines neuen Unternehmens.
Aber eins, dessen Inhalt ich nicht kannte 😮.

Nicht nur, dass ich zunächst sämtliche Fachwörter nicht zuzuordnen wusste: Freebie, Launch, Open-Card-Phase, Conversionrate, um nur einige zu nennen. Ich hatte keine Ahnung, was wann wohin gehört und was dafür zu tun ist. Von der Bewerbung in den Sozialen Medien mal ganz zu schweigen.

Yvonne machte mir Mut, ordnete das Chaos in meinem Kopf geduldig immer wieder und sagte mir, was ich bis wann wie tun sollte.

Der Tag meines ersten Verkaufswebinars

Dann kam der Tag meines ersten Verkaufswebinars.
In 90 Minuten gab ich meinen Zuschauern jede Menge Tipps und Anregungen. legte meinen Finger sachte in die schmerzende Wunde Fachkräftemangel, die ich dann mit meinem Webinar heilen wollte.

Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits so erschöpft, dass ich vor der Veranstaltung wünschte, dass niemand kauft – ich konnte mir nicht vorstellen, in den nächsten 6 Wochen jede Woche online mit meinen Kursteilnehmenden zu arbeiten.

Mein Wunsch wurde nicht erfüllt- ein Zuschauer wurde noch während meines ersten Vortrags zu meinem ersten Onlinekurs – Kunden. Ich war ziemlich sprachlos. Freude kam noch nicht auf, weil ich einfach zu müde war.

Statt Ruhe also Vollgas

Statt meiner Erschöpfung nachzugeben, gab ich alles, damit meine Kunden einen unvergesslichen und wahnsinnig hilfreichen Onlinekurs bekamen:
Ich bereitete digital beschreibbare Workbooks zu jeder Einheit vor, gestalte Hintergünde auf Jamboards, erstellte Präsentationen und moderierte 18 Stunden Workshop. Puh

Eine wertvolle Erkenntnis (oder zwei oder drei)

Ich habe Gas geben können, obwohl ich eigentlich schon am Ende meiner Kräfte war. Dachte ich zumindest.
Meine Teilnehmenden haben einen richtig guten Kurs bekommen. Keinen perfekten aber einen richtig guten.
Ein Teilnehmer hat alle Inhalte bearbeitet und mir geschrieben, dass er seine offenen Vakanzen gut besetzen konnte. Das war der eigentlich größte Erfolg, weil meine selbst konzipierte Recruiting Strategie funktionierte.
Eine Personalerin einer größeren Kanzlei hat im Feedback berichtet, dass sie noch lange von den Inhalten des Kurses in ihrer Arbeit profitieren wird. Klar, über 300 Seiten Workbook liest und macht man nicht mal eben. Hüstel. War wohl doch ein wenig viel.

Ein voller Erfolg aber so werde ich das nicht wiederholen…

Ruhe und Entscheidungen

Nach Ende des letzten Workshops konnte ich mich ausruhen und wollte auch ein paar Wochen später nichts von einem Relaunch hören (das ist die Neuauflage eines bekannten Formats). Ich spürte eine innere Abwehr – nicht gegen das Thema, denn ich hatte mich tief eingegraben und wusste jetzt so viel Spannendes darüber und kann Kanzleien wirklich helfen, neue Mitarbeitende zu finden.

Als der ursprünglich gesetzte Termin im Herbst immer näher rückte, fiel die Entscheidung:
Es wird einen Relaunch geben: dann, wenn ich es mir zeitlich und kräftemäßig zutraue. Momentan steht Ende März 2022 im Kalender und ich habe schon von November 2021 auf Januar 2022 und jetzt März verschoben.

Und es wird eine verschlankte Variante geben. Damit meine Kunden schneller und einfacher an ihr Ziel kommen. Das immerhin habe ich gelernt: das eigene Produkt immer und immer wieder zu schärfen, zu überabeiten und zu optimieren.

Mein Onlinebusiness wird kein “in 9 Monaten von Null auf 100” sein, sondern ein zusätzliches Geschäftsfeld, das sich ebenso wie das Offlinebusiness entwickeln darf. In Ruhe und mit Sorgfalt.


Mein Fokus Thema Recruiting 2021: Neues Wissen und ein neues E-Book

Eine Frau hält ein Buch in der Hand, das sie in die Kamera richtet: Titel: Stellenanzeigen für Steuerberatungskanzleien Vorlagen und Mustertexte. Von Marion Ketteler Kanzleiprofiling mit rotem Button 93 Formulierungsbeispiele
Mein E-Book Vorlagen und Mustertexte Stellenanzeigen für Steuerberatungskanzleien ist endlich fertig!

Das Thema Recruiting hatte ich in diesem Jahr zu meinem Fokus Thema deklariert. Über den Onlinekurs hinaus. Das hat sich als gute Entscheidung herausgestellt. Da der Fachkräftemangel riesig ist, wollte und will ich meinen Beitrag dazu leisten, dass Steuerkanzleien nicht nur gute, sondern die zu ihnen passenden Mitarbeitenden finden. Weil die menschliche Passung wichtiger als die rein fachliche ist. Fachlich lassen sich Wissenslücken schließen, aber wenn Werte und Haltungen nicht kongruent sind, nützt die beste Fachlichkeit nichts.

Damit nicht alle Steuerberater sofort meine gesamte Recruitung Strategie buchen (oder auf den neuen Kurs warten 😀) müssen, habe ich ein E-Book mit Vorlagen und Mustertexten für Stellenanzeigen konzipiert. Aus Erfahrung weiß ich: die meisten Stellenanzeigen lesen sich leider immer noch wie digitale Kopien der Printanzeigen aus den 90igern. Das will heute wirklich niemand mehr lesen.

Mit meinen Vorlagen haben alle Kanzleien die Möglichkeit, schnell und ganz einfach überzeugende und moderne Stellenanzeige zu schreiben.
Sie sprechen Bewerber ganz anders an und motivieren sie zu einer Bewerbung. Alles Infos zum E-Book finden Sie hier: E-Book Vorlagenset für Steuerberater.

Tablet mit dem Cover des E-Books: Stellenanzeigen für Steuerberatungskanzleien Vorlagen und Mustertexte Marion Ketteler  Kanzleiprofiling mit rotem Button 93 Formulierungsbeispiele
So sieht es auf dem Tablet aus. Da es ein PDF ist, kann man es auf jedem anderen digitalen Gerät lesen.

Ach ja: Wer einfach nur mal reinschnuppern möchte, kann sich auch eine kostenlose Leseprobe sichern. Auch das ist in diesem Jahr entstanden. Die Arbeit daran hat mir wirklich viel Freude gemacht und ich hoffe, dass ich vielen damit helfen kann.


Zahlen, Daten, Fakten in 2021

Für alle Zahlenjunkies, Schnellleser und Überflieger zu langer Textbeiträge. Und für alle, die gern ein wenig Statistik mögen:

Jahresrückblog 2021 Zahlen Daten Fakten
Dieses Jahr gibt es auch einen Rückblick auf meine Zahlen 😁- aber vielleicht anders als gedacht

Meine Fachbücherliste 2021: ca. 18 oder sagen wir besser mindestens 18

Lesen gehört zu meinen täglichen Ritualen. Ich beginne und beende nahezu jeden Tag lesend. Wer also gute Buchempfehlungen für mich hat (egal, ob Sachbücher oder Belletristik), der melde sich gerne. Viele der Bücher, die ich gelesen habe, waren Empfehlungen oder ergaben sich aus anderen Bücher, die ich zuvor gelesen habe.

Besonders fand ich das Buch “Keine Regeln” über die Unternehmensführung von Netflix. Ja, es ist ein amerikanisches Unternehmen und nein, mir hat nicht alles darin gefallen. Aber: radikal zu denken eröffnet Raum und Möglichkeiten.


Hier noch ein kleiner Nachhaltigkeitstipp: Ich nutze gerne das ZVAB, das zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher zum Kauf. Weil ich weiß, dass sich über diese Plattform viele kleine Antiquariate über Wasser halten und weil für mich nicht jedes Buch, das ich lese, neu (gedruckt) sein muss. Und weil viele Leute nicht wissen, dass es auch neue Bücher in Antiquariaten gibt. Die Bestellungen sind ganz einfach und bisher hat immer alles prima geklappt.

Da ich bei meinem Lesekonsum nicht jedes Buch behalten kann, ohne das mein Zuhause bald selbst einem Antiquariat gleicht, gebe ich die meisten meiner Bücher weiter. An Verwandte, Bekannte, Freunde und “Kollegen” oder auch an den öffentlichen Bücherschrank, aus dem sich jeder einfach so bedienen kann. So bleiben Bücher im Kreislauf und erfreuen vielleicht auch noch andere.

Deswegen kann ich nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass es nur 18 Fachbücher waren, die ich gelesen habe. Manche lese ich einfach durch und in der nächsten Woche sind sie schon wieder weg.

Jahresrückblog 21 Bücherliste
18 Fachbücher gelesen, 6 zum Thema Recruiting, 4 zum Thema Bücher schreiben, 4 zum Thema Unternehmensführung, 4 zu anderen Tehmen Kanzleiprofiling Jahresrückblog 21
Meine Bücherliste aus 2021 – für mich selbst überraschend

Buchanfragen: 1

Nachdem ich mich seit Jahren bemüht habe, einen Fachverlag von meinen Themen zu überzeugen, habe ich jetzt ein Angebot auf dem Tisch, zu dem ich noch nicht so ganz ja sagen kann: Obwohl es genau der Verlag ist, für den ich schreiben wollte und ich das Thema eigentlich auch spannend finde…

Eigenes Buchprojekt: 1

Und weil ich auch ein eigenes Buch plane. Im Selbstverlag und inhaltlich so, wie ich gerne möchte. Ob ich zwei Bücher gleichzeitig schreiben und veröffentlichen möchte oder auch kann, weiß ich nicht. Diese Entscheidung nehme ich mal mit für meine Reflexion zwischen den Jahren.

Social Media in Zahlen:

LinkedIn in Zahlen: von 0 auf über 900
Kanzleiprofiling Jahresrückblog 2021
Dieses Jahr habe ich LinkedIn für mich entdeckt

In 2021 habe ich LinkedIn für mich entdeckt:


Heute, nach nicht ganz 12 Monaten habe ich über 900 Kontakte und über 950 Follower.
Diese Plattform hat sich echt zu meinem Liebling entwickelt:


Hier ist viel los: gute Infos, eine nette und wertschätzende Community (das kann auf anderen Social Media Plattformen ja auch schon mal gänzlich anders sein), viel Austausch und gute Kontaktmöglichkeiten.


Ich überlege ernsthaft, meinen kostenpflichtigen Xing Account zu schließen. Hier habe ich in zwei Jahren gerade mal etwas mehr als 600 Kontakte aufbauen können (mit wesentlich mehr Aufwand als bei LinkedIn), von denen aber die meisten nicht in den Austausch gehen.
Zumal Xing auch nicht gerade interaktiv ist und irgendwie aus der Zeit gefallen scheint. Auch die Gruppen sind sowas von tot. Xing nutze ich allerdings gerne im Event Bereich. Das Ticketing und die Abrechnungen funktionieren hier super und der Seminarmarkt ist groß.

Bei Instagram, auch neu in 2021, krebse ich so mit ca. 240 Abonnenten rum und das ist auch irgendwie nicht so ganz meins. Vielleicht wird das der Ort für mich und mein Hobby und ich nutze diese Plattform einfach nicht mehr beruflich. Mal sehen.

Newsletter: 51; hoffentlich 😁

Wenn ich es auf den letzten Metern nicht versaue, habe ich in diesem Jahr jede Woche, bis auf eine, einen Newsletter geschrieben. Jede Woche neue Impulse und neue Infos. Das konnte ich dank guter und strukturierter Arbeitsweisen gut schaffen.
Wer sich noch anmelden möchte::

Hier geht´s zum Kettelerbrief*ing . Alle Abonnenten meines Newsletters bekommen hin und wieder spezielle Angbote, die andere nicht bekommen. Nur, das Sie Bescheid wissen…
Und natürlich sind da die Texte kürzer als hier in diesem Jahresrückblog.


Unterstützung ins Business holen – gerne auch ein Mentoring

In meinem letzten Jahresrückblog schrieb ich ja schon, dass ich eine virtuelle Assistentin beschäftige. Das hat sich dann in diesem Jahr schnell wieder erledigt aber Yvonnes Unterstützung ist mir geblieben und Gold wert.

Auch wir als 1-Mann oder Frau-Unternehmen sollten uns Unterstützung ins Haus holen. Auch nicht nur hin und wieder mal einen Auftrag vergeben, sondern in eine beständige Beratung investieren. Die permante Marketingbegleitung macht mich und mein Business einfach jeden Tag besser. Ja, es ist eine Investition – aber die Beste, die ich mir vorstellen kann. In mich und mein Business.

Für das Jahr 2022 hätte ich sehr gerne, neben der Begleitung von Yvonne, eine Mentorin oder einen Mentor an meiner Seite. Jemand, der Lust hat, mich und mein Business mit ihrer oder seiner Expertise zu bereichern.


Also Aufruf: wer jemanden kennt, der jemanden kennt: schreiben Sie mir Ihre Vorschläge oder verbinden Sie mich mit Ihren Kontakten!
Im Gegenzug biete ich meine Expertise auch gerne an. Wer meint, das ich eine gute Mentorin für jemanden sein kann, sagt gerne Bescheid.


Netzwerke sind cool, netzwerken ist cooler. Es sitzen 5 junge Menschen im Kreis auf beigefarbenen Sesslen. Zwei mit einer Kaffeetasse in der Hand, einer hat ein Handy am Ohr, eine ein Tablet in der Hand und einer ein Din A4 Blatt. Sie lächeln alle. Kanzleiprofiling Jahresrückblog 2021
Aktiv netzwerken macht Spaß und verbindet Menschen

Netzwerke sind cool, netzwerken ist cooler

Yvonne arbeitet und lebt in Mainz. Also nicht gerade um die Ecke von Münster. Ich hatte weder von ihr gehört noch hätte ich sie ausgewählt, wenn ich nur ihre Website gesehen hätte.

ABER: Sie wurde mir empfohlen. Ich habe in meinem Netztwerk aufgerufen, mir Kontakte zu empfehlen und so flatterte mir auch das Angebot von Yvonne ins Haus.

Eine echte Empfehlung ist soviel mehr wert als eine eigene Recherche im Netz. Ich liebe es, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, die sich erstens ohne mich nicht kennenlernen würden und zweitens die vielleicht sogar gar keine Anknüfungspunkte erkennen würden.

So schreibt dann jetzt auch ein Personaler einer Kanzlei, die ich berate, für den Fachverlag IWW, für den ich auch schreibe. Wir haben sogar dieses Jahr eine gemeinsame Publikation herausgebracht: Optimale Personalprozesse in der Steuerkanzlei. Findet sich auf meiner Website unter “Kostenlos – Veröffentlichungen”. Das war ein wunderbares gemeinsames Projekt.

Ich bin nun Mitglied im Bundesverband mittelständischer Wirtschaft

Seit November bin ich nun auch Mitglied im Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) und schon auf der ersten Veranstaltung habe ich Menschen kennengelernt, die sonst nie in mein Umfeld geraten wären.

Mein geheimer Traum (der es in diesem Moment wohl nicht mehr ist 😁), ist ein Netzwerk für Steuerberater.

Aber so, wie ich Netzwerken verstehe: als Angebot für Kanzleien, miteinander in echten Austausch zu gehen.
Ihr Konkurrenzdenken beiseite zu schieben und offen Themen und Probleme zu diskutieren, die sie alle haben.

Und weil ja in Träumen alles erlaubt ist: ich träume davon, dass Kanzleien so gut untereinander vernetzt sind, dass sie auch Mitarbeitenden zum Beispiel ermöglichen, mal in den anderen Kanzleien reinzuschnuppern und zu schauen, was sie von dort gerne übernehmen wollen würden.
Das wäre eine Sensation und ein Mehrwert, der sich für alle rechnen würde.

Falls Sie meinen Traum wahr werden lassen möchten, melden Sie sich unbedingt – das mit den Mitarbeitenden machen wir dann später 😎.


Die Fachhochschule ruft – und ich (er)höre sie

Ein anderer Traum ist in diesem Jahr wahr geworden: Ein Zufall, wenn man denn an ihn glauben möchte, brachte mir in diesem Jahr (und hoffentlich auch in den zukünftigen) eine Dozentur an der Fachhochschule Münster ein.

Im Masterstudiengang Taxation darf ich das Thema Kanzleiführung lehren.
Das ist jetzt keine Festanstellung mit einem monatlichen Salär aber eine hoch willkommene Abwechslung und eine sehr gute Möglichkeit, jungen angehenden Führungskräften unter anderem etwas zu den Themen Kommunikation, Selbstführung, Führung und Konfliktmanagement beizubringen.
Alles Themen, die meiner Meinung nach in den kommenden Jahren eine höhere Relevanz bekommen werden.
Schön, dass diese Themen jetzt (endlich) auch Teil der Ausbildung sind.

Das Studienwerk der Steuerberater in Münster betreut diesen Studiengang und hat mir diese Möglichkeit eröffnet. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!


Was Blogbeiträge anrichten…

Da sag doch mal einer: Bloggen ist etwas für diejenigen, die mit ihrer Zeit nichts besseres anzufangen wüssten.

Eine Bahnhofshalle mit dem Schriftzug: Was bloggen anrichtet.
Ich war selbst erstaunt, was bloggen so alles “anrichten” kann

Ich schreibe ja schon seit 2019 meinen Blog.
Einfach, weil schreiben mir irre viel Spaß macht.
Zum Jahresanfang habe ich mir viel Zeit zum Schreiben genommen, weil ich da noch dachte, Steuerberater kann man im Dezember, Januar und Februar nicht beraten, weil sie keine Zeit haben.
Das das nur ein Glaubenssatz oder neudeutsch: Mindfuck ist, den meine Kunden in diesem Jahr so herrlich ad absurdum führen, hätte ich nicht im Traum geglaubt.

Im Januar 2021 veröffentlichte ich also einen Blogbeitrag über mein diesjähriges Jahresmotto: Better done than perfect.

Die Karte, die im Beitrag erwähnt wurde, habe ich nie gebastelt. War aber auch gar nicht nötig:

Ich hatte die Macht meines Mottos total unterschätzt!

Mein Motto saß fest in meinem Hirn und bei jeder Korrekturschleife, die ich machen wollte, flitzte es wie ein kleiner Teufel heraus und schrie: “Ist das wirklich nötig?”
Heute, im Dezember, hat es sich beruhigt. Der kleine Teufel schaukelt sacht in der Hängematte der gelegentlichen Beachtung und kann sich sicher sein, dass ich immer mal wieder einen Blick auf ihn werfe. Flitzen, schreien und toben muss er schon lange nicht mehr – ich habe wirklich verstanden, dass mein blöder Perfektionismus nur eins geschafft hat: mich selbst unter Druck zu setzen.

Rotes Bild im Quadrat: Die Macht meines Mottos hatte ich unterschätzt und ein Sticker in grau/weiß: Better done than perfect
Kanzleiprofiling Jahresrückblog 2021
Mein Jahresmotto 2021 – ganz schön stark

Heute zucke ich nur mit den Schultern, wenn ich einen Zahlendreher fabriziere oder in meinem schönen Schaubild leider ein paar Texte nicht zu den entsprechenden Überschriften gehören -auch sie vertauscht.

Seit ich da innerlich nicht mehr mit mir ins Gericht gehe, bin ich auch bei Fehlern, die anderen passieren, viel entspannter geworden.
Ja, es ist schon doof, dass mein Friseur mir eine Strähne zu kurz geschnitten hat, die jetzt nicht mehr im Zopf bleibt – dann nehme ich halt eine zusätzliche Klammer. Das Problem erledigt sich ja irgendwann von selbst.

Und wie entlastend ist es für andere, wenn man Fehler nicht krumm nimmt, sondern sie einfach akzeptiert und dem anderen zu verstehen gibt: Hey, nichts Schlimmes passiert, wir machen einfach alle man den einen oder anderen Fehler.

Das können wir gerade alle gut gebrauchen. Druck erleben wir genug.
Das behalte ich bei auch wenn ich mir für 2022 ein neues Mottto gebe. Aber wer bestimmt eigentlich, wieviele Mottos man haben darf?

… und was sie bewirken

Eine Bahnhofshalle und der Text: Und was bloggen bewirkt
Was Bloggen bewirken kann…

Weil ich so im Schreibflow war, entstand gleich danach noch dieser Blogbeitrag: 10 Mythen zum Fachkräftemangel in der Steuerberatung
Nicht nur, dass das bisher mein liebster und zugleich meist gelesener Artikel ist – er bescherte mir auch eine Anfrage der besonderen Art.

Die Firma Dekodi kam auf mich zu, nachdem sie den o.g. Blog Beitrag und seinen Nachfolger: 7 Trends in der Steuerberatung für das neue Jahrzehnt gelesen hatten.

Wir kamen locker ins Gespräch und nach ein paar Wochen war das das Ergebnis:

  • Die Firma Dekodi hat neue Mitarbeitende gefunden. Weil ich die Texte der Stellenanzeigen überarbeitet habe und das Besondere an Dekodi darstellen konnte. Trotz einer vom Fachkräftemangel stark betroffenen Branche (IT) und in einem Umfeld, in dem starke Konkurrenten (DATEV) ebenfalls auf der Suche sind. Meine Methode funktioniert einfach!
  • Wir haben ein gemeinsames Interview für den Deutschen Steuerberatertag aufgenommen
  • Ich war zu Gast im Podcast Format von Dekodi “auf einen Kaffee mit”
  • Ich werde im Dozententeam der Deutschen Betriebwirtschaftlichen Akademie (dba-campus.de) sein und meine Expertise den Lernenden zur Verfügung stellen. Das ist das neue Zuhause der Ausbildungen von Dekodi.

Sag mir noch einer, dass Schreiben eine nette Freizeitbeschäftigung ist!

Da mir das Schreiben so viel Spaß macht: Wenn Sie noch jemanden suchen, der Ihnen einen guten Text, einen kleinen Artikel, einen Blogbeitrag oder etwas anderes schreiben soll: her damit (soweit es in mein Portfolio passt. Über Autos kann ich sicherlich nicht gut schreiben).


Werte im Leben und im Business

Wie sehr meine inneren Werte, Haltungen und Überzeugungen Einfluss auf meine Arbeit haben, wurde mir Ende dieses Jahres so richtig bewusst.
Ich hörte nichtsahnend einen Podcast der Steuerköpfe, einem Format für Steuerberater. Es ging um Führung unter neuen Bedingungen: Mitarbeitern, die am liebsten jeden Tag ins Büro kommen, solchen, die lieber jeden Tag aus dem heimischen Zuhause arbeiten und diejenigen, die mal hier und mal dort sein wollen.

Der Aufhänger trat für mich schnell in den Hintergrund, denn was hier als Mitarbeiterführungskonzept vorgestellt wurde, ließ mir die Galle überlaufen.

Es gipfelte dann darin, dass ich den Macher der Steuerköpfe kontaktierte und ihm meine Beschwerden ob der getätigten Aussagen mitteilte.

Menschen, die sich über eine Karte beugen. Sie sind draußen, die karte ist auf einem großen Stein ausgebreitet. Die Menschen tragen legere Freizeitkleidung. 
Darunter der Spruch: wie du bist, ist, wie du führst.
Kanzleiprofiling Jahresrückblog 2021
Wie du bist, ist, wie du führst

Bei einem Telefonat einigten wir uns darauf, einen gemeinsamen Podcast zu machen, in dem der Verursacher meiner Gallenbeschwerden und ich uns über unsere unterschiedlichen Ansichten zu Führung austauschen konnten.

Wer Lust hat, sich das Ergebnis anzuhören: Hier geht es zum Blogbeitrag und dem Podcast: So geht Mitarbeiterführung nicht!

Mir wurde durch diesen Aufreger noch einmal klar, dass meine eigenen Wertevorstellungen meine Arbeit maßgeblich beeinflussen.

“Wie du bist, ist, wie du führst.” Ein Satz von Dieter Lange blitzte dazu auf.
Ja, ich kann Führung nur so vermitteln, wie sie mir selber zueigen ist.
Ich kann kein menschenverachtendes und gewinnmaximierendes Führungskonzept vertreten, weil ich so nicht denke und nicht daran glaube.

Meine Überzeugung ist, dass wir alle eine menschliche, wertschätzende und individuelle Führung brauchen, um in unser volles Potenzial zu kommen. Und das ist das Gegenteil von Kontrolle, Überwachung und Profitmaximierung.


Reflect and learn

Ein Ausschnitt eines Laptops. eine Kafeetrasse mit einem Blatt aus Milchschaum, zwei Hefte übereinander und eine kleine Pflanze. Darauf steht: Wochenreflexion und das Logo von Kanzleiprofiling Jahresrückblog 2021
Jede Woche schreibe ich meine Wochenreflexion auf LinkedIn

Seit einiger Zeit erstelle ich jede Woche freitags mein #reflectandlearn für die Woche. Außer, wenn ich Veranstaltungen habe oder krank bin.
Diese Reviews mache ich auf LinkedIn öffentlich: für mehr Commitment mit mir und als Anregung, damit wir voneinander wissen und lernen können. Das Format stammt von Maren Martschenko, die auch den Magnetproduktclub betreibt, den ich in meinen persönlichen Empfehlungen vorstelle.


Diese kleine Reflexion jede Woche nutze ich dafür, mir Gutes zu vergegenwärtigen.
Damit es mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Natürlich gehören ebenso Blockaden, Learnings oder Entscheidungen dazu.
Maren hat einen kleinen Fragekatalog, aus dem man sich etwas aussuchen kann.


Ein #hurraderwoche versuche ich immer zu finden. Einfach, weil ich das Wort mag und es eigentlich immer ein persönliches #hurraderwoche gibt. Wenn auch manchmal nur ein Klitzekleines. Wenn man genau hinschaut.

Verbinden Sie sich gerne mit mir auf LinkedIn, folgen Sie dem Hashtag #reflectandlearn und hauen Sie selbst jede Woche in die Tasten. Es macht etwas aus. Und Spaß außerdem.


Im kommenden Jahr möchte ich aus dem reflect and learn ein “reflect to learn” machen, weil es mich noch einmal stärker auf die Zukunft fokussiert. Natürlich nutze ich den alten Hashtag weiter. Das ist nur eine kleine Erinnerung für mich 😁.


Neue Rubrik: persönliche Empfehlungen. Vielleicht jetzt jedes Jahr in meinem Jahresrückblog ? 😎

Weil ich hoffe, dass Sie persönliche Empfehlungen auch so mögen wie ich (siehe Netzwerke), möchte ich Ihnen auch gerne etwas empfehlen. Damit auch Sie etwas von meinem persönlichen Jahresrückblick haben.

Das geht zwar jetzt etwas aus dem Schema des Rückblicks raus aber wer außer mir schreibt mir vor, was in meinen Jahresrückblog gehört? Eben!

  1. Einen ganz speziellen Kalender: Den Weekview Business Planner
    Dieser Kalender sortiert nicht nur alle Termine, sondern hat Raum für Projekte, Listen, Reviews und ist aus meinem Businessleben nicht mehr wegzudenken.
    Ich liebe es digital zu arbeiten und natürlich habe ich auch mehrere digitale Kalender, aber dieses Büchlein liegt jeden Tag aufgeschlagen auf meinem Schreibtisch.
    Besonders schön finde ich, dass ich darin auch meine wöchentliche Erfolge und Misserfolge notieren kann.
    Ich notiere aber meist nur die Erfolge…😁. Und ich habe gleichzeitig “Futter” für mein #reflectandlaern.
    Dazu gibt es noch einen Jahresplaner auf festem Papier, der für meine Projekte ideal ist und auch nach häufigem Anfassen seine Form behalten hat.
    Außerdem sind die Macher des Kalenders herrlich. Sie haben nämlich den Kalender entwickelt, weil sie selbst so schusselig waren und sich nicht gut organisieren konnten. Schauen Sie sich, wenn Sie Lust haben, gerne ein Video zur Erklärung des Kalenders an. Es ist ganz wunderbar!
    Und der Kalender ist es auch. Ich habe übrigens die Business Variante.
  2. Meine zweite Empfehlung ist ein Buch aus dem belletristischen Bereich: Der Freund von Sigrid Nunez.
    Ich hatte das Glück, es aus einer Kiste mit Leseexemplaren fischen zu können und war und bin von diesem schmalen Büchlein ganz begeistert. Obwohl Wiederholungen vorkommen (s.o.) und das Thema Verlust kein leichtes ist. Die Sprache von Sigrid Nunez, ehemalige Mitarbeiterin von Susan Sontag, berührt tief und hat dennoch etwas Luftiges, Spielerisches… lesen Sie es einfach selbst und berichten Sie, wie Sie es fanden. Vielleicht ist es ja auch noch ein passendes Weihnachtsgeschenk für Sie selbst oder Ihre Lieben???? Perfekt für die Zeit “zwischen den Jahren”.
  3. Meine dritte Empfehlung ist eine Mitgliedschaft im Magnetproduktclub. Ich empfehle es auch ausdrücklich allen Steuerberatern, die sich mit ihrem eigenen Marketing beschäftigen wollen. Hier lernt man Marketing im eigenen Tempo und mit viel Spaß. In einzelnen Kursen, die hier Trail heißen, und begleitet von einer wunderbaren Community. Ich selbst bin seit April diesen Jahres Mitglied und habe fest vor, im neuen Jahr noch intensiver an meinem Marketing zu arbeiten. Der Kurszugang ist im Februar wieder möglich. Einfach auf die Warteliste setzen lassen und dann bekommt man alle Infos.
    Ich möchte den Club auch deswegen gerne Steuerberatern empfehlen, weil hier Lernen mit Spaß verbunden ist. Das als Anregung für die interne Aus- und Weiterbildung. So kann man es auch machen und es funktioniert!

Mein Motto 2022: Heute ist immer noch…

Das soll ein Motto sein?

Dieses so merkwürde Motto, dieser komische Satzanfang hat mich gefunden.
An irgendeinem der Morgende, die ich lesend begonnen habe.
Dafür sitze ich immer in einem Sessel mit Blick in den Garten und einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee in der Hand.

Da war es. Ich las diesen Satzanfang erst einmal und dann noch einmal. Und noch einmal.
Ganz zart und unschuldig haben sich die Worte ihren Weg in meinen Kopf gebahnt.
Zunächst dachte ich noch, ich müsste schnell aufspringen, Zettel und Stift oder Schere holen, um den Satzanfang aufzuschreiben oder auszuschneiden.
Brauchte ich dann aber nicht, weil die Worte sich schon in meinem Kopf eingenistet haben. Ich war plötzlich sicher, dass ich sie nicht vergessen würde und sie mein Motto für das kommende Jahr sein würden. Den Rest des Satzes habe ich übrigend vergessen. Auch den Inhalt des Artikels.

Bild mit einerm Lichtring, in dem steht: Mein Jahresmotto: Heute ist immer noch. Danaben steht die Jahreszahl 2022
Kanzleiprofiling Jahresrückblog 2021
Mein Motto 2022

Heute ist immer noch…

…verspricht gleichzeitig Raum und Begrenzung.

Im Januar werde ich mir dieses Motto mal von allen Seiten anschauen und einen eigenen Blog Beitrag dazu schreiben.
Das hat mir auch in diesem Jahr sehr geholfen.
Meinen Blogbeitrag zu meinem Motto für dieses Jahr : Better done than perfect können Sie hier lesen.

Was vebinden Sie mit diesem Satzanfang? Bringt er auch bei Ihnen etwas zum Klingen? Und ist das eher eine Aufforderung, dass “heute noch etwas möglich ist” oder, dass “heute immer noch das und das ist”?


Und dann war da ja noch…

…ein Umzug, der keiner werden sollte

Eine Entscheidung, die zwar in mein privates Umfeld gehört, aber Auswirkungen auf mein Business hat und haben wird:

Seit ca. zwei Jahren möchte ich zurück ins Rheinland, genauer gesagt zurück nach Düsseldorf, ziehen. Düsseldorf ist nicht nur meine Heimatstadt, sondern für mich auch die perfekte Version einer Stadt: urban mit vielfältigstem Angebot. Dabei aber so übersichtlich, dass man vieles zu Fuß oder mit dem Rad erledigen kann. Und leider unverschämt teuer ist.

Seit 2 Jahren bin ich auf allen Immobilienportalen unterwegs und in den digitalen Karteikästen vieler Makler. Allerdings ohne Erfolg. Ganze zwei Besichtigungen haben sich ergeben, die leider nicht zum Erfolg führten.

Jetzt leben wir hier in Münster/Westfalen in einem netten Haus mit großem Garten, der Wald beginnt an der Gartenpforte (kein Witz! Wenn man sie vergisst zu schließen, tummeln sich auch schon mal die Rehe im Garten und fressen sich den Bauch mit leckeren Blumen voll 😣), den Kanal vor der Tür und viel Ruhe. Das wollten wir nicht gegen eine völlig überteuerte Reihenhausscheibe mit Schlauchgarten und u.U. lauten Nachbarn tauschen.

Im Sommerurlaub fiel die Entscheidung

Im Sommerurlaub fiel die Entscheidung: wir bleiben hier und machen es uns erstmal so richtig gemütlich. Damit das Thema mal vom Tisch ist und ich ankommen kann – egal, wo.
Wer vor hat umzuziehen, weiß: man macht dann nicht mehr alles, man investiert nicht, weil man ja eh weggehen möchte. Man lebt mit Provisorien und Übergängen – jahrelang.

Nun steht uns ein Jahr mit Renovierungen ins Haus: das Gäste WC benötigt dringend eine technische und optische Überholung, der Wohnzimmerboden muss raus und neu gemacht werden und wenn schon, denn schon werden wir unsere 20 Jahre alte Küche auch gleich generalüberholen: Neuer Boden, verputzte Wände und eine Überarbeitung der Küchenmöbel mitsamt Umbau.

Unsere Arbeitszimmer haben schon ein Makeover bekommen und wir haben in eine gute Ausstattung investiert: höhenverstellbare Schreibtische, eine angenehme Wandgestaltung und teils neue Möbel.

Damit sich der Gedanke des Bleibens auch in den Wohnräumen manifestieren kann, gab es einen neuen Esszimmertisch, über den ich mich jeden Tag freue: nicht gerade pflegeleicht mit einer mattschwarzen Holzoberfläche aber genau das, was mir vorschwebte.

Nächstes Jahr im Jahresrückblog finden sich dann bestimmt vorher/ Nachher Fotos!

… ein neues Hobby aus dem Nichts

Im ersten Lockdown habe ich mich für einen digitalen Kunstkurs angemeldet: Tuscheportaits.
Das gefiel mir schon gut. Als die Künstlerin, die ich dann ja schon kennengelernt hatte, einen Offline Kurs: “Acryl abstrakt auf Großformat” anbot, war ich dabei:
Ich hatte noch nie mit Acrylfarben gemalt, fand das aber immer spannend.

Also alte Klamotten eingepackt und losgefahren. Nach einem Tag voller Erfolge und Misserfolge konnte ich mein Erstlingswek mit nach Hause nehmen und es ziert jetzt doch tatsächlich unser Wohnzimmer.

Ein abstraktes Acrylbild in 100 x100 cm. Das Bild zeigt Grau- und Rottöne und weiße Strukturen
Da steht es noch zur Ansicht auf dem Schrank 😀

Die alte Lust zu malen war wieder da, der ich seit Studententagen nicht mehr nachgegangen bin. Seither sitze ich immer mal wieder an meinem Maltisch, um mit Farben, Formen und Strukturen zu experimentieren. Eine gute Entspannung zu meiner Kopfarbeit.

Ich traue mich hier sogar, ein paar Bilder zu zeigen. Es geht mir bei der Erstellung nicht um ein konkretes Ergebnis, sondern um den Prozess und die Zufälle, die entstehen.

Das darf in 2022 auf jeden Fall bleiben und wer weiß, wieviel Zeit ich dem Malen schenken werde.


Das lasse ich im alten Jahr zurück

2021 war, wie 2020 auch, ein Jahr voller Neuanfänge, neuer Projekte und neuer Vorhaben, die mich an den Rand meiner Belastbarkeit gebracht haben. Und Corona obendrauf hat es nicht einfacher gemacht.

Ich habe mich nicht selbstständig gemacht, nur um wieder in die Belastungsfalle zu rutschen, die mir meine Angestelltentätigkeit zuvor schon eingebrockt hatte. Jetzt habe ich es selbst in der Hand, was, wann und wieviel ich arbeite.

Das nehme ich ins neue Jahr mit

Deswegen werde ich mir in 2022 sehr genau überlegen, welches neue Projekt oder Vorhaben ich neben meiner normalen Beratertätigkeit beginnen möchte.


Ich bin keine Anfängerin, sondern eine Abschließerin – heißt, Dinge, die ich beginne, mache ich auch fertig – notfalls dann eben auch mit allen letzten Kräften.

Deswegen muss ich vielleicht mehr als andere darauf schauen, wozu ich begeistert “ja” sage, auch wenn ich den Umfang gar nicht richtig einschätzen kann.

Das kommende Jahr bekommt ganz klar wieder den Fokus auf meine Beratungstätigkeit.
Vor Ort oder virtuell mit meinen Kunden zu arbeiten; zu erleben, wie sich Konflikte lösen, wie sich Menschen auf einmal besser miteineinder verstehen und zusammen arbeiten können, verschafft mir Zufriedenheit. Und den Kunden natürlich auch.

Die Entwicklung meiner Kunden begleiten zu dürfen, sie in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, macht mich stolz und glücklich. Zu sehen, wie junge Führungskräfte in und an ihrer Aufgabe wachsen, wie sie immer sicherer in ihren Entscheidungen werden, macht einfach Freude.

Aber auch die Arbeit für die Branche ist mir wichtig. Die Aus- und Fortbildung weiter zu begleiten, Fachartikel zu schreiben, die nützlich sind und so meinen eigenen Beitrag dazu zu leisten, dass sich die Branche und die Menschen darin entwickeln können.

Das wünsche ich mir im neuen Jahr

Wenn ich das Geschriebene hier noch einmal für mich zusammenfasse, wünsche ich mir:

  • Neues in Maßen statt in Massen
  • Ausbau der Dinge, die ich einfach sehr sehr gerne mache (Arbeit mit meinen Kunden, schreibende Arbeit, Arbeit für die Branche)
  • und Zeit für persönliche Hobbies, Weiterentwicklung und all die Dinge, die mir einfach Freude machen: Zeit zu lesen, Zeit im Garten und Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Die Reihenfolge sagt nichts über den Stellenwert aus. Gar nichts.

Das wünsche ich Ihnen und uns allen

Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass wir gut durch diese wilden Zeiten kommen und dabei das Gemeinsame nicht aus den Augen verlieren.

Ich wünsche mir Offenheit im Umgang miteinander und Akzeptanz der Dinge, die wir nicht in der Hand haben.

Und ich wünsche uns allen viel Optimismus, ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr!
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Zeit, die Sie in das Lesen dieses epischen Beitrags gesteckt haben – ich hoffe, er hat Sie gut unterhalten!

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Comments
  • Danke für den tollen Jahresrückblick, den ich gern gelesen habe, obwohl ich mit Steuerberatung nix zu tun habe, außer meine Steuerberaterin mit Arbeit zu versorgen. Ich finde den Text pragmatisch, interessant und fein “wegzulesen”.
    Außerdem nehme ich einige Inspiratonen mit: linkedIn statt xing, #reflectandlearn und das Motto: Better done than perfect. Das hatte mich schon neugierig gemacht, als es mir das erste Mal auf instagram über den Weg lief.

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