Wenn Ihnen gar nichts einfällt, worüber Sie mit Ihrem Mitarbeiter sprechen können:

Autorin: Marion Ketteler
Kategorie: Mitarbeiterführung
Lesedauer: 6 Minuten

Dieser Blog enthält mit voller Absicht Werbung für ein Produkt.
Wer das nicht lesen möchte, lässt es einfach. Aber er verpasst auch etwas. Nicht, dass ich Sie nicht gewarnt hätte.

Die Überschrift ist dreifach provokant:

Unterstellt sie doch, dass Sie keine Ahnung haben , was Ihr Mitarbeiter gerade leistet (1), wie es ihm geht (2) und dass Sie null Interesse für ihn aufbringen (3).

Ja, provokant ist es schon, leider allzu oft die Wahrheit:
Wenn ich mit Steuerberatern spreche und sie frage, wie sie denn ihre regelmäßigen Mitarbeitergespräche führen, kommt leider zu oft:

Regelmäßige Mitarbeitergespräche führen wir gar nicht. Bäm!

MItarbeitergespräche führen
Kanzleiprofliling
Mit Kartenset Mitarbeitergesprächskarten Gespräche führen
Themen für Mitarbeitergespräche

Am Anfang kam ich aus dem Wahnsinn Staunen gar nicht heraus, mittlerweile habe ich eine Ahnung, woran das liegen könnte.

Hier zunächst die Antworten der Befragten:

# Keine Zeit

Höre ich tatsächlich und macht mich immer noch fassungslos.
Der Tag hat 24 Stunden und jeder Mitarbeiter verbringt davon ca. 8-9 Stunden in Ihrer Kanzlei. Sagen wir 8 Stunden. Also 40 Stunden in der Woche, nach Abzug von Urlaub und Krankheit bleiben ca. 45 Wochen im Jahr. Mal 8 Stunden: In 1800 Stunden schaffen Sie es also nicht, ein einziges Mal mit Ihrem Mitarbeiter eine Stunde in Ruhe zu sprechen? Das wollen Sie mir doch nicht wirklich weismachen!

Keine Zeit ist eine Ausrede. Mehr nicht.

# Kein Bedarf

Wer jetzt?
Sie oder Ihr Mitarbeiter?
Sie haben offensichtlich keinen Bedarf, sich mit ihm auszutauschen, sonst würden Sie sich ja anders verhalten.
Vielleicht traut sich ihr Mitarbeiter auch gar nicht, ein Gespräch bei Ihnen anzumelden.
Weil es ja nicht üblich ist.
Vielleicht würde er sehr gerne mit Ihnen sprechen.
Sie wissen das aber nicht und finden das auch nicht heraus, wenn Sie nicht auf ihn zugehen.
Wenn er kündigt, jammern Sie bitte nicht.
Diese Kündigung geht auf Ihre Kosten.

# Bringt nichts

Haben Sie es denn ausprobiert?
Mit jedem einzelnen?
Woher wissen Sie das denn, dass es nichts bringt?
Die Frage ist, was könnte es denn bringen?
Welchen Sinn und Nutzen sehen Sie denn in einem Mitarbeitergespräch?

# Der Mitarbeiter will kein Gespräch

Ok. Sie haben gefragt. Sehr gut.
Ich glaube ja, dass Ihr Mitarbeiter nur nicht weiß, welchen Nutzen ein solches Gespräch für ihn haben könnte.
Wenn er das wüsste, würde er nie wieder eine Gelegenheit für ein Gespräch auslassen.
Erkläre ich später noch genauer.

# Das Gehalt erhöht sich nicht jedes Jahr. Wozu dann ein Gespräch führen?

Weil es eben noch andere Themen außerhalb des Gehaltes zu besprechen gibt.
Ich rolle gerade meine Augen zur Decke. Kleiner visueller Hinweis.

# Das Gespräch geht ja noch. Aber die Dokumentation ist so aufwändig.

Verstanden. Dagegen gibt es etwas. Siehe unten.

# Ist immer dasselbe ohne Mehrwert

 

Oh, da führt jemand immerhin regelmäßige Gespräche.
Ein Anfang!
Und genau dafür habe ich etwas entwickelt:

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Kanzleiprofliling
Mit Kartenset Mitarbeitergesprächskarten Gespräche führen
Themen für Mitarbeitergespräche

Wie wäre es, wenn

 

  1. Ihr Mitarbeiter die Hälfte der Themen des Gesprächs zusteuert und Sie die anderen?
    Moment, Sie bekommen Hilfe dafür! Ehrlich!
  2. Wenn Sie eine Auswahl möglicher Themen hätten, aus denen Sie nur auszuwählen bräuchten?
    Da ist sie, die Hilfe.
  3. Wenn Sie dazu noch nicht mal eine aufwändige Dokumentation machen müssten, sondern nur ein Foto?
    Kommen Sie, ein Foto bekommen Sie hin! Jeder hat ein Smartphone.
  4. Wenn Sie zudem noch dafür sorgen könnten, dass aus diesem Gespräch echte Wertschätzung für den Mitarbeiter erfolgt?
    Glauben Sie nicht. Doch, geht.

 

Wie wäre das?
Würden Sie dann regelmäßige Gespräche führen?

Ok, Sie haben Recht:
Das gilt natürlich nur, wenn irgendwie ein klitzekleiner Funken Interesse am Tun und Sein des Mitarbeiters besteht.
Selbst wenn Sie bisher kein Interesse hatten: mit dieser Methode wird es sich entwickeln.
Weil diese Gespräche nämlich maßgeblich dazu beitragen werden, dass sich Ihre Mitarbeiter wohler fühlen.
Und wer sich wohler fühlt, bringt bessere Leistungen.
Und wer bessere Leistungen bringt, macht mehr Umsatz für die Kanzlei. Habe ich jetzt Ihr Interesse geweckt? Ich glaube, schon!

Wer für Sie arbeitet und dem es egal ist, was Sie über ihn denken oder wie Sie seine Leistung beurteilen: ganz ehrlich:
Wer will denn solche Mitarbeiter haben?
Dem ist doch alles egal.
Er sich selbst, seine Mandanten und sein Umfeld.

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Mit Kartenset Mitarbeitergesprächskarten Gespräche führen
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Zurück zur Methode:

Jetzt müssen Sie ganz tapfer sein:
es ist KEINE Exceltabelle.
Nein, wirklich nicht.

Es ist viel schlimmer:

Es ist noch nicht mal ein Worddokument, was Sie abarbeiten können.
Nichts Digitales, gar nichts.

Es ist ein Kartenset. Nein, es ist DAS Kartenset!

Ja, genau, wie Spielkarten.
Nein, ich nehme Sie nicht auf den Arm.
Es ist mein voller Ernst.
Und mit Absicht haben diese Karten auch noch runde Ecken.
Wie Spielkarten eben.

Sind Sie raus oder gibt es ein Fitzelchen Neugierde, dass ich Ihnen die Auflösung auch noch mitteilen kann?

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Mit Kartenset Mitarbeitergesprächskarten Gespräche führen
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Ein Kartenset mit Begriffen aus Ihrer Arbeitswelt

Puh, geschafft. Jetzt ist es raus.

Das ist alles, höre ich Sie schon innerlich sagen?
Dafür das ganze Brimborium?
Ja, dafür, weil es ein richtig geiles tolles Kartenset ist.

Weil es dafür sorgt, dass Ihnen die Themen so leicht nicht ausgehen.
Dass Sie und Ihr Mitarbeiter sich nicht immer nur über das Gehalt, die Mätzchen der Mandanten und Fußball unterhalten, weil sie nicht wissen, worüber man sich sonst unterhalten kann.

Und es gibt noch ein Gimmick:

Sie können Ihrem Mitarbeiter die Begriffe schon vorher (ja, doch ein kleines Bisschen digital als PDF) zur Verfügung stellen.
Dann kann er schon einmal für sich überlegen, worüber er Lust hat, mit Ihnen zu sprechen.
Er ist ja mindestens so überrumpelt wie Sie, dass er jetzt mit Ihnen ein echtes Gespräch führen soll.
So hat er Zeit, sich mit diesem neuen Gedanken auseinanderzusetzen.
Und kann sich seelisch darauf vorbereiten, dass es ein „richtiges“ Gespräch gibt.
Sie dürfen auch schon spicken, wenn Sie das Kartenset gekauft haben.

Und dann geht´s (endlich) los: Sie trauen sich und führen ein Gespräch.
Mit festen Themen.

„Ja“, werden Sie jetzt rufen, „Schön und gut. Ich rede mit ihm. Aber dann muss ich mich hinsetzen und die Ergebnisse auch wieder in einer Excelliste oder einem Worddokument erfassen. Dazu habe ich keine Zeit (und keine Lust).“
Moment, Moment. Ich bin ja noch gar nicht fertig.

Siehe Punkt 3:
Sie nehmen sich ein Stück Papier und einen Stift.
Haben Sie doch sicherlich noch irgendwo in Ihrem Büro, oder?
Sonst fragen Sie Ihre Sekretärin.
Schick sind Moderationskarten oder Klebezettel, brauchen Sie aber nicht.

Ein schnöder weißer Zettel tut´s auch.

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Mit Kartenset Mitarbeitergesprächskarten Gespräche führen
Themen für Mitarbeitergespräche

Jetzt aufpassen:

Ihr Mitarbeiter nimmt die Begriffskarten aus dem Stapel, für die er sich entschieden hat und legt sie in seiner Reihenfolge auf den Tisch.
In seiner, nicht in Ihrer.
Sie legen Ihre ausgewählten Karten daneben.
Wenn beide denselben Begriff wählen, kommt er eben in die Mitte.
Wenn Ihnen ausnahmsweise doch ein Thema eingefallen ist, zudem es keine Karte gibt: Jetzt Zettel und Stift zücken und aufschreiben!
Es gibt sogar Leerkarten, auf den Sie den Zettel legen können (nein, nicht auf die Karte schreiben, vielleicht ändert sich der Begriff ja bei einem anderen Mitarbeiter. Sie sprechen ja mit allen, oder?).

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Mit Kartenset Mitarbeitergesprächskarten Gespräche führen
Themen für Mitarbeitergespräche


Das Gespräch beginnt mit einem Thema des Mitarbeiters.

Ja, auch wenn Sie Chef sind.
Ich weiß, es ist schwer auszuhalten aber nötig.
Ihr Mitarbeiter darf jetzt zu einem Thema sprechen, dass Sie vielleicht nicht, überhaupt nicht, gar nicht interessiert.
Weil es nämlich für ihn interessant ist.
Sie hören aufmerksam zu und besprechen dieses Thema, bis Ihr Mitarbeiter der Meinung ist, alles ist gesagt.
Dann kommen wieder Zettel und Stift zum Einsatz.

GEMEINSAM mit Ihrem Mitarbeiter fassen Sie die wichtigsten Punkte aus dem Gespräch zu diesem Thema zusammen und notieren Sie auf dem Zettel.
Dieser kommt dann neben das Thema.
So arbeiten Sie sich Stück für Stück und abwechselnd durch die Themen und fassen Ergebnisse zusammen.
Wenn alle Themen besprochen sind, machen Sie ein Foto.

Nein, kein Selfie von Ihnen beiden.

Von den Themen und den Ergebnissen.
Schlau ist es auch, Namenszettel über die Themen zu legen, so dass man hinterher erkennen kann, wer mit wem gesprochen hat.

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Und das Foto schicken Sie dann Ihrem Mitarbeiter und legen das intern in Ihre Personalakte. Fertig.

Ihr Mitarbeiter nimmt viel mehr als das Foto mit:

Er hatte wertvolle und wertschätzende gemeinsame Zeit mit Ihnen, konnte über „seine“ Inhalte reden, hat gemeinsam mit Ihnen die Ergebnisse gesichert und hoffentlich ein gutes Gespräch gehabt.

Glauben Sie mir, wenn Sie so Gespräche führen, wird in Zukunft kein Mitarbeiter darauf verzichten wollen. Auch wenn es nicht ums Gehalt geht.

Und wenn Sie sich einmal so richtig verplaudern sollten, nehmen Sie die Karten einfach mit ins kommende Gespräch.
Durch das Foto können Sie ja erkennen, welche Themen offengeblieben sind.
Und als jetzt vorbildliche Führungskraft machen Sie natürlich dafür direkt einen Folgegesprächstermin aus.
Musste ich eigentlich gar nicht mehr erwähnen, oder? Ja, Sie lernen schnell!

Das Kartenset kann noch viel mehr.

Wenn Sie bis hierhin durchgehalten haben, kann ich es Ihnen nur wärmstens ans Herz legen:
Sie bekommen automatisch eine höhere Mitarbeiterbeteiligung, agieren wertschätzend und die Gespräche werden effizienter, weil ja alle Themen, die auf dem Tisch liegen, auch besprochen werden wollen.
So verknappen wir automatisch unsere Redezeit, wenn wir sehen, dass da noch 5 Themen auf uns warten.

Mein Tipp:

Suchen Sie nicht zu viele Themen aus, nur weil Sie jetzt viele Themen haben. Wenn jeder maximal 3 Stück auswählt, ist das sicherlich für ein Gespräch von einer Stunde mehr als genug.

Meine Empfehlung:

Kaufen Sie sich dieses Kartenset. Oder gleich noch eins für Ihren Kollegen.
Es rettet zwar nicht Ihr Leben, sorgt aber für Wertschätzung und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter.


Sie können dieses Kartenset exklusiv bei mir erwerben.
Ich habe es extra für Sie entwickelt und auf Ihre Berufsgruppe angepasst.

Zum Kauf geht’s HIER entlang.

Und weil bald Weihnachten ist, ist das ein richtig gutes Geschenk an Sie selbst.
Echte eigene Wertschätzung.
Aber das ist ein anderes Thema…

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Hier finden Sie meinen Blogbeitrag zum Nutzen von regelmäßigen Mitarbeitergesprächen.

Hier erhalten Sie 4 Tipps für richtig gute Stellenanzeigen.

Und hier erfahren Sie, was Gamification mit Steuerberatung zu tun hat.

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Comments
  • Hallo Frau Ketteler,

    vielen Dank für diesen wundervollen Blog. Mir zaubert es immer wieder ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich Ihre Beiträge lese.
    Schon aus diesem Grund habe ich das Kartenset bestellt und um einfach mehr von ihrem erfrischenden und „frechen“ (positiv gemeint) Schreibstil zu lesen. Vielleicht wird das Mitarbeitergespräch dann zu einer herzlichen Angelegenheit. Obwohl – das wird es sowie in unserer Kanzlei werden. Das ist natürlich meine Meinung. Ich hoffe doch sehr, dass meine Kolleginnen das auch so sehen. :-).
    Gibt es das Kartenset auch für Familien mit pubertierenden Kindern oder für politische Parteien etc.?
    Schönen Sams- und Sonntag* wünscht

    Martin Heim

    *Wochenende wird gedanklich meistens mit Freizeit verbunden. Aber die hat an diesen Tagen nicht jeder.

    • Hallo Herr Heim,
      was habe ich mich über Ihren Kommentar gefreut. Wie schön, dass der Funke überspringt! Herzlichen Dank.
      Meine Klientel ist ja nun Ihre Zunft und deswegen ist das Kartenset auch für Sie gedacht.
      Ein Kartenset für pubertierende Kinder würde mich in der Tat sehr reizen. Solche Wesen hatte ich auch einmal um mich herum.
      Ich merke gerade, wie mein Kopfkino anspringt…
      Und da das Wochenende vor der Tüt steht, könnte man sich ja auch mal mit anderen Themen als der Beratung von Steuerberatern widmen.
      Ihnen ein tolles Wochenende, egal was Sie tun. Ich hoffe, es macht Ihnen Freude
      Marion Ketteler

  • Liebe Marion Ketteler,

    eine sehr inspirierende Idee, finde ich, die Menschen mit Menschen ins Gespräch bringen kann.

    Sicherlich ist ein wenig Überwindung bei dem einen oder anderen nötig, sich mal an etwas ganz anderes heranzutrauen, doch die Vorteile (Dokumentation, Augenhöhe) haben Sie ja gut herausgearbeitet.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass das Konzept auch auf andere Bereiche übertragbar ist. Vielleicht kann sich ja sogar ein Verlag für eine ganze Reihe erwärmen?

    Liebe Grüße
    Stephanie Mertens

    • Liebe Frau Mertens,
      herzlichen Dank für Ihren Kommentar.
      Ja, stimmt, das Kartenset ist sicherlich nicht für diejenigen geeignet, die sich nicht an Neues heranwagen wollen.

      Welche anderen Bereiche können Sie sich denn vorstellen? Die Idee zu einer Reihe finde ich sehr verlockend.
      Herzliche Grüße, Marion Ketteler

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