Mit Pessimismus ans Ziel oder wie die Kopfstandmethode Ihre Probleme löst - Kanzleiprofiling

Mit Pessimismus ans Ziel oder wie die Kopfstandmethode Ihre Probleme löst





Methodenkompetenzen

                  to go # 2


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Haben Sie sich in der Kanzlei schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie Sie es möglichst effektiv anstellen können, dass sich kein Bewerber bei Ihnen meldet? Gerade wenn Sie Personal suchen?


Nicht? Sollten Sie aber!
Wenn Sie jetzt denken, ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank, kennen Sie die Kopfstandmethode zur Entwicklung richtig guter Ideen nur noch nicht.

Überzeugen Sie sich selbst:



Denken Sie an Ihre letzte Aufgabe zurück:

Worüber haben Sie als erstes nachgedacht?
Über Lösungen oder die Probleme, die die Aufgabe bereitet?
Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben Sie über die Probleme nachgedacht.
Wir üben alle gern Kritik und finden jedes Haar in der Suppe. Negativ zu formulieren fällt uns in der Regel viel leichter als positiv.
So sind wir Menschen eben. Bevor wir in Lösungen denken, beschäftigen wir uns lieber mit Problemen und Hindernissen.
Das ist völlig normal.

Wenn die Herausforderung groß genug ist, sind die Probleme oft so überwältigend, dass Lösungen gar nicht mehr gesehen werden können.

Und genau diese Denke macht sich diese Methode zunutze:

Nehmen wir einmal an, Sie sind tatsächlich auf der Suche nach guten qualifizierten Bewerbern.
Dann fragen Sie sich ja normalerweise, was Sie tun können, damit sich mehr dieser seltenen Spezies bei Ihnen bewerben.
Sie müssen also aus dem Stand gute Ideen und praktikable Lösungen haben.
Wenn das so leicht wäre, hätten Sie das allerdings schon längst getan, oder?


Was macht die Kopfstandmethide daraus?


Sie formuliert die Frage um. Stellt sie quasi auf den Kopf.

Was müssen Sie tun, damit sich möglichst kein Bewerber bei Ihnen bewirbt?

Wie können Sie erreichen, dass diejenigen, die sich trotzdem bewerben, möglichst nicht zum Stellenprofil passen?

Merken Sie, was gerade in Ihrem Kopf passiert?
Zack und schon spuken die ersten Ideen in Ihrem Kopf herum.
Bitte jetzt nicht bremsen, sondern alle aufschreiben, auch wenn die Ideen noch so abstrus sind.


Beispiele? Sehr gerne:

Im Ernst. Das ist das erste, was Sie machen sollten. Da guckt ja wirklich jeder Bewerber drauf. Und wenn Sie das aus mir unerfindlichen Gründen nicht tun wollen, dann bitte keinerlei Hinweise über offene Stellen oder Ihre Arbeitsweise.


Ich hoffe, Sie haben wenigstens eine völlig veraltete oder total unübersichtliche Website mit falschen Kontaktdaten, nicht funktionierenden Links und ohne Bilder von Ihnen und den Kollegen.
Oder noch besser: Sie haben gar keine. Das wäre der Knaller!

Seien Sie bitte grundsätzlich unfreundlich am Telefon oder besser noch: Telefon aus oder klingeln lassen (sorgt dann auch noch für unzufriedene Mandanten.
Yeah: Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe….).
Niemals mit dem richtigen Ansprechpartner für Rückfragen verbinden. Besser noch: gar keinen Ansprechpartner bestimmen!
Und bitte: vereinbaren Sie bloß keine verbindlichen Rückrufe. Das wäre ja noch schöner!


Erstellen Sie bloß keine Stellenanzeigen oder wenn schon, dann weder die Stelle noch den passenden Bewerber beschreiben. Das macht viel zu viel Arbeit.
Am besten nur allgemeine Aussagen treffen, die für alle gelten: „Steufa gesucht. Wir sind eine Kanzlei wie viele andere und bieten das an, was alle anderen auch anbieten. Interesse geweckt?“


Machen Sie auf jeden Fall eine Printanzeige daraus. Selber natürlich. Kostet ja sonst extra. Oder besser noch den Azubi machen lassen. Der ist ja so gut in Technik.

Die wandert dann auch in die Ausgabe der „Bäcker Zeitung“, weil da die Chance auf eine nicht passende Bewerbung am Größten ist.

Und bitte: Entwickeln Sie bloß kein aktuelles internes Stellenprofil. Gar keins. Nada. Nichts. 

Verbieten Sie Ihren Mitarbeitern unbedingt, über die offene Stelle zu sprechen. Auch am Telefon. Noch besser: Informieren Sie sie besser erst gar nicht darüber.
Dann können sie auch nichts ausplaudern. Genial!

Ab sofort dürfen die Kollegen natürlich auch nicht mehr in den sozialen Netzwerken Fotos von Betriebsfeiern etc. zeigen.
Keine lachenden Gesichter und kein Sterbenswörtchen über gemeinsame Aktionen, Weiterbildungsmöglichkeiten usw.

Noch nicht einmal das obligatorische Foto zum Geburtstag oder der bestandenen Prüfung sind erlaubt.
Ab sofort ist die Kanzlei auf den Social Media Kanälen unsichtbar. Wie aufregend!


Sie merken schon: Ich hatte einen Heidenspaß bei diesen Vorstellungen und Übertreibungen!

Ich versichere Ihnen: die Ideen werden auch bei Ihnen sprudeln. So werden Sie kreativ und spüren gleichzeitig keinen Lösungsdruck, weil ja klar ist, dass das nicht die Lösungen sein können.

Es folgt Schritt 2:        Drehen Sie die Adjektive in Ihren Ideen um!


Aus kurz wird lang, aus weniger mehr, aus kein wird ein...


Aus Website abschalten folgt Website anschalten, aus keinen Hinweisen werden welche, aus keinen Stellenanzeigen wird eine passende. Sie verstehen schon.

Sie können Ihre gesammelten Ideen auch erst nach Gebieten oder Bereichen clustern und sich dann überlegen, was einfach umzudrehen und umzusetzen ist.

Die Ideen, die völlig abstrus sind, bilden die Möglichkeit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und darüber nachzudenken, was davon vielleicht in geänderter Form umgesetzt werden kann.

Sie sind manchmal nur der sprichwörtliche Stein, der eine wirklich gute Veränderung ins Rollen bringt.

Jetzt haben Sie einen Ideenspeicher, mit dem Sie Ihren Lösungen bestimmt näher kommen.

Diese Methode fördert auf jeden Fall Ihren Einfallsreichtum und hebt die Stimmung!
Ich setze sie immer wieder gerne ein, wenn sich Gruppen bei einem Probelm festgebissen haben oder sich im Kreis drehen.

Das Problem buchstäblich aus einer anderen Perspektive zu sehen, schafft neue Sichtweisen.
Viel Spaß mit dem Denken über Kopf!

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